Schutz besonderer Vogelbrut- und Rastgebiete

Neue Markierungen am Nationalpark vor Keitum

26.04.2020

Wichtige Vogelrastplätze oder auch Brutgebiete liegen auf Sylt direkt vor dem Seedeich. Vor Keitum und Morsum bauten unsere Freiwilligen Ya-Li und Holger daher jetzt einige Hundert Meter Zäune auf, um etwa Störungen brütender Sandregenpfeifer oder Küstenseeschwalben zu vermeiden. Auch eindrucksvolle Schwärme arktischer Knutts und anderer Zugvögel rasten zurzeit in diesen Gebieten. Ein faszinierendes Video dieser fliegenden Vogelwolken ist hier zu sehen.  

Die beiden Stationen in Keitum und Morsum sind jeweils nur im Sommerhalbjahr mit Freiwilligen besetzt, die dort praktische Naturschutzarbeit verrichten und hoffentlich bald auch wieder Wattwanderungen und Vogelführungen anbieten können.

Auf den Keitumer "Sandinseln" brüten Austernfischer, Seeschwalben und Regenpfeifer. Damit sie nicht durch Wanderer oder demnächst Badegäste gestört werden, kennzeichneten unsere Freiwilligen das Gebiet jetzt mit einem Zaun und Hinweistafeln.

Auch weiter östlich ist ein schmaler Küstenstreifen jetzt geschützt.

Teilweise gehören diese Bereiche zur Schutzzone 1 des Nationalparks, die ganzjährig nicht betreten werden darf.

Bei Hochwasser sammeln sich hier im Frühjahr oft riesige Schwärme arktischer Zugvögel. Dieses Foto stammt aus dem im Text erwähnten Video.