Herbststurm Herwart

Zahlreiche Schäden und Strandung eines Frachters

30.10.2017

"Sebastian", "Xavier", "Herwart" - langsam verliert man den Überblick über die Stürme dieses Jahres. Am 29.10. sorgte "Herwart" im nordfriesischen Wattenmeer wieder für Landunter auf allen Halligen. An der Westküste hielten sich die Schäden insgesamt in Grenzen. Auf hoher See war allerdings der Massengutfrachter "Glory Amsterdam" nicht mehr mit seinen Ankern zu halten und strandete nach mehreren Schleppversuchen am Abend gut zwei Kilometer nördlich von Langeoog. Mit 1800 Tonnen Schweröl und 140 Tonnen Diesel an Bord stellt das Schiff, sollte es nicht umgehend wieder frei geschleppt werden können, für die Meeresumwelt eine große Gefahr dar. Nach der Strandung des Holzfrachters "Pallas" vor fast genau 19 Jahren gelangten vor Amrum knapp 250 Tonnen Öl ins Meer, die den Tod Tausender Meeresvögel verursachten.

Tagsüber trieb der Frachter "Glory Amsterdam" von seiner Position westlich von Helgoland bis vor Langeoog.

Trotz verschiedener Hilfsversuche des Schleppers "Nordic" und anderer Schiffe drückte der Sturm das leere und damit sehr hoch liegende Schiff letztlich auf eine Sandbank vor Langoog

Schon fast Routine: Erneutes Landunter auf Hallig Hooge

Diese Schilder wiesen am Sonntag keinen Gästen den Weg.

Vor Westerhever ging ein Steg in der Salzwiese verloren.

Auch sonst hielten sich die Schäden eher in Grenzen: Am Trischendamm vor Friedrichskoog wurden die Teerdecke und Infotafeln beschädigt.